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Südafrika Weinshow – packendes Südafrika

4. September 2016, Sonntag 10:00 in Frankfurt am Main. Im Konferenzsaal des stilvollen Radisson Blu Hotels herrschte emsiges Treiben. Winzer, Importeure und ein quirlige hübsche  junge Ladies, die alle geschäftig im ersten Stock mit Kartons unter ihren Armen herumwuseln. Mitten drin Christine Hill. Souverän und beherzt koordiniert sie die Aussteller und ihr schaffiges Team. Endlich ist es soweit – eine lange Vorbereitungszeit findet ihren Höhepunkt. Die 12. Südafrika Weinshow öffnet ihre Pforten. Die ersten Fachbesucher sind pünktlich da, blättern bereits gespannt durch den Katalog und, sie freuen sich über das strahlende Lächeln mit dem sie von den Ladies der Südafrika Weininformation begrüßt werden.

Im Seitentrakt ist eine Themenverkostung eingerichtet. Rund 120 Flaschen sind geöffnet und stehen zur Bewertung bereit. Orchestriert wird diese Inszenierung der aktuellen und attraktivsten Weinthemen Südafrikas von Jo, ein umwerfend kompetenter Sommelier mit südafrikanischen Wurzeln. Was ihn auszeichnet ist nicht nur sein Charme und seine Kompetenz – nein, dieser junge Mann scheint mit acht Augen und sechs Händen ausgestattet zu sein. Er ist einfach omnipräsent. Ob es gilt eine geleerte Weinflasche auszutauschen, die Winzer bei ihren Sessions zu unterstützen oder um ein fallendes Glas aufzufangen: Jo ist da.

Es ist ein guter Tag. Nahezu alle freuen sich. Immerhin waren es doch drei Jahre, die viele Fachbesucher ausharren mussten, um sich mal wieder umfassend einen Einblick in das Weinland am Kap verschaffen zu können. Die letzte Weinshow war vor drei Jahren in Berlin. Zwischendurch gab es Anlässe in London oder in Kapstadt, um die Vielfalt des Weinlands zu verkosten. Auf der ProWein in Düsseldorf ebenso. Doch da fehlt deutschen Händlern oft die Zeit, sich den Südafrikanern zu widmen. Viel zu umfangreich und weitläufig ist dort das Weinaufgebot, das um Beachtung der Besucher ringt. Da bleiben für Nischenprodukte am deutschen Markt, wie z. B. Südafrikas Weine nur wenig Zeit.

Umso größer war dafür der Überraschungseffekt, gepaart mit Lob und die Anerkennung für das was die Gäste hier im Glas begrüßte. Noch stärker zum Ausdruck kam jedoch der Respekt für die Winzer und deren Streben, das Terroir Südafrikas zu repräsentieren. Wer Südafrikas Weinsektor in den letzten Jahren ein wenig verfolgt hat, der weiß wie unglaublich dynamisch diese Branche sich entwickelt hat. Von der Weinqualität, einer nachhaltigen Weinerzeugung, soziale Transformation plus der Ausbau eines Weintourismus, der immer beachtlicher wird – die Themen sind abwechslungsreich und einzigartig. Dazu kommen noch die „old vines“ und die mediterranen Rebsorten und dann noch – man glaubt es kaum – das Thema naturbelassen, und die vielfach verblüffende Erkenntnis, wie viele Winzer dementsprechend ihre Weine ausbauen.

Zu verkosten gab Neuheiten und Exoten unter dem Thema „New & Exciting“. Vor allem aber auch die Klassiker, von denen viele Winzer wie z. B. Anthony Hamilton Russell  oder Kevin Arnold, ihre Weine plus die ihrer Kollegen bei den „Winemaker Sessions“ persönlich präsentierten.  Und mit was für einer Selbstverständlichkeit und tiefer Verbundenheit sie das taten, hat so manchen Besucher überrascht. Keine Spur von Neid oder Missgunst – im Gegenteil. Ein starkes Miteinander, das einem wahrlich berührt und begeistert.

Begeisterung hervorzurufen, Gespräche und persönliche Kontakte zu imitieren das war die beherzte Intention mit der Petra Mayer, Christine Hill und die vielen beherzten Helfer, diesen Sonntag vorbereiteten und durchführten. Es war so erfolgreich und freudvoll, das es eine Fortsetzung geben wird, nämlich am 10. September 2017. Wiederum hier im Radisson Blu im zentral gelegenen Frankfurt am Main. Eingeladen sind Fachbesucher wie Sie und vor allem solche, die „anstecken“ lassen möchten: von Winzern und der südafrikanischen Weinfamilie, deren Terroir durch eine ganz besondere Passion gekrönt wird.

Südafrika Weinshow: Nachlese

Text: 15. September 2016, Petra Mayer

Foto: Martin Kämper

 

 

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